Bundesweit ist laut einer Umfrage unter Kommunen jedes sechste Freibad und jedes siebte Hallenbad innerhalb der nächsten drei Jahre von der Schließung bedroht, wenn es nicht saniert wird. Hiervon ist NRW besonders betroffen.
Das durchschnittliche Baujahr von Bädern in NRW liegt bei etwa 1973. Der Sanierungsbedarf beträgt im Schnitt mehrere Millionen Euro pro Bad. Steigende Energiepreise verschärfen die Lage zusätzlich, da alte Technik oft ineffizient arbeitet und hohe Betriebskosten verursacht.
Amid Rabieh, Landesvorsitzender des BSW in NRW erklärt:
„Die Menschen in NRW erwarten zu Recht eine funktionierende Infrastruktur in den Kommunen. Wer Bäder dauerhaft nur als Sparposten behandelt, riskiert massive Schließungen. Freibäder sind ein tragender Pfeiler der kommunalen Daseinsvorsorge – für Schwimmunterricht, Gesundheit und Sicherheit. Hier macht sich die chronische Unterfinanzierung der Kommunen durch die Landesregierung besonders bemerkbar. Wer Städte und Gemeinden wie eine Zitrone auspresst, zerstört die Infrastruktur vor Ort. Wir brauchen eine Politik, die endlich in die Kommunen investiert und wieder Politik für die Menschen vor Ort macht.“

